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SPD in Picard - Picard im Wandel

1960 war Picard der kleinste Stadtteil von Saarlouis. Das Dorfbild war noch deutlich geprägt durch die Landwirtschaft. In den 60er Jahren und später dann gab es für Picard einen kräftigen Entwicklungsschub.

Für 1960, das Gründungsjahr der Picarder SPD notiert die Geschichte der Kreisstadt Saarlouis (hrsg. von Hans Jörg Schu, 1980): Nach der wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes siedelten sich bedeutende Unternehmen in Saarlouis an, für die die Wirtschaftsregion Saar interessant geworden ist. Die notwendigen Voraussetzungen bietet die Erschließung der Gewerbegebiete "Metzer Wiesen" und "Holtzendorff-Kaserne", Projekte, die zu diesem Zeitpunkt begonnen, aber noch nicht abgeschlossen sind..... In Fraulautern eröffnet die Firma Poser (Trumpf) eine Pralinenfabrik, in der über 1300 Areitnehmer Beschäftigung finden... Neue Impulse empfängt auch das kulturele und gesellschaftliche Leben der Stadt.... Am 10. November 1959wird der private Teil des "Theater am Ring" seiner Bestimmung übergeben. Zu Beginn der Theatersaison 1960/61 ist auch das städtische Bühnenhaus fertiggestellt, dessen Bühnenabmessungen und technischen Anlagen den Gastspielensembles nun großzügigere Inszenierungen gestatten. Gleichzeitig verlert der Saalbau seine Bedeutung als Kulturzentrum der Stadt. Wichtige Veräderungen bringt das Jahr 1960 auch im höheren Schulwesen. An der Stelle des niedergelegten Militärhospitals (Gertrudenstift) hat das Land in den Jahren 1957/60 ein neues Knabengymnasium errichtet. Es wird zu Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb genommen. In das freigewordene Schulgebäude am Prälat-Subtil-Ring wechselt das Mädchenrealgymnasium. Dessen Räume werden vom Verwaltungsgericht übernommen.

Gründung des SPD-Distrikts Picard und Anfänge der Parteiarbeit 1960-1963

Protokoll der Gründungsversammlung vom 2.7.1960: Heute am 2. Juli 1960 ist es uns endlich gelungen, eine Gründungsversammlung, durch die Werbung von mehreren Mitgliedern des Distrikts Picard innerhalb des SPD Ortsvereins Saarlouis, einzuberufen. Anwesend sind 14 Mitglieder sowie der Ortsvereinsvorsitzende Albert Reckling und der Parteifreund Wilhelm Werth. Folgender Vorstand wurde eben gewählt: 1. Vorsitzender Johann Bersin, 2. Vorsitzender Josef Weiler, Schriftführer Albert Weber, Kassierer Ewald Himbert und als Beisitzende: Josef Kaltenmark, Peter Groß und Gustav Robert. Der Parteifreund Wilhelm Werth spricht jetzt über die Aufgaben unserer Partei.

Aus dem Gründungsjahr sind zwei weitere Mitgliederversammlungen überliefert: am 3. September 1960 waren 13 Mitglieder anwesend, sowie der Ortsvereinsvorsitzende Albert Reckling. Einziger Punkt der Tagesordnung war die Wahl eines Kadidaten für die Stadtratswahl. Es wurden vorgeschlagen der Distriktsvorsitzende Johann Bersin und der Parteigenosse Alfons Schaller. In der geheimen Wahl ging der Genosse Johann Bersin mit 8 - 5 Stimmen gegenüber dem Genossen Alfons Schaller als Sieger hervor.
Am 23. Oktober 1960 hat eine weitere Versammlung stattgefunden. Das Protokoll hält u.a. fest: Prof. Langerhans gab einen Bericht über Pakistan und der sozialen Prbleme seiner Bevölkerung. Anschließend gab Genosse Bersin einen Bericht vom Landesparteitag vom 15. und 16. Oktober 1960 in Saarbrücken.